Bilder & Text von Sven Held

Erbach. Ein einsatzreiches Jahr liegt zurück, insgesamt zu 71 Einsätzen wurden die Erbacher Wehrleute im vergangenem Jahr zur Hilfe gerufen. Für die Bürgerinnen und Bürger in Erbach und der Stadt Bad Camberg wurden im Jahr 2015 insgesamt 12.568 ehrenamtliche Stunden geleistet.

Zur Jahreshauptversammlung im Erbacher Feuerwehrhaus konnte Wehrführer Burbach zahlreiche Gäste begrüßen. Dies waren Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schaus, Bürgermeister Wolfgang Erk, Ortsvorsteher Alfred Meyer, Stadtbrandinspektor Christoph Schmitt, mit seinen beiden Stellvertretern, Alexander Rembser und Oliver Held, Ehrenwehrführer Franz Gabriel, Vereinsringsvorsitzender Peter Wozniak und Martin Werner von der Notfallseelsorge Limburg-Weilburg. 

„Teilen wir die Stunden durch 1.800 Arbeitsstunden, der durchschnittlichen Jahresarbeitszeit eines Arbeitnehmers, bei einem Stundenlohn von 40,00 €, kommen wir auf 7 Mitarbeiter in Festanstellung und eine Summe von 502.702,00 €, die wir für die Stadt Bad Camberg leisten“ so die Worte des Wehrführers Burbach. Eine enorme Summe, welche vielen Menschen gar nicht so bewusst ist. Im Jahr 2015 hatten die Erbacher Floriansjünger einiges außerhalb des normalen Einsatzgeschehens zu tun. Neben der 71 Einsätze und insgesamt 71 Übungsabende, ging es in die heiße Phase für die Ersatzbeschaffung des Landes für das neue LF10 KatS, welches voraussichtlich in der 12. KW diesen Jahres erwartet wird. Außerdem wurde zum Jahresbeginn die Partnerstadt Bad Sulza mit dem Atemschutznotfallkonzept der Stadt Bad Camberg, welches hauptsächlich in Erbach für alle Stadtteile geübt und ausgearbeitet wird vorgestellt. Hier waren Kameraden der Erbacher Wehr zu Gast in Bad Sulza und schulten dortige Feuerwehrleute. Im Jahr 2016 soll ein Erfahrungsaustausch stattfinden. Des weiteren wurde die Beschaffung eines MTF's von Vereinsmitteln weiter vorangetrieben. „Zum heutigen Zeitpunkt können wir sagen, dass Fahrzeug steht bereits in der Garage des Feuerwehrhauses, ist allerdings noch nicht als Feuerwehrauto zu erkennen“, so die Worte des Wehrführers. Oliver Held in seiner Funktion als zweiter Vorsitzender berichtet über den Vereinsausflug in die Eifel nach Strotzbüsch. Über vier Tage fuhr die Feuerwehr in die Eifel und konnte dort den Einsatzalltag hinter sich lassen. Bei einem Stadtbummel durch Trier, einer Planwagenfahrt durch die Täler der Eifel oder einem netten Kameradschaftsabend kamen alle Teilnehmer auf ihre Kosten. Im Jahr 2015 fand im November das berüchtigte Schlachtfest, bereits in seiner sechsten Auflage statt. Auch hier wurden von allen Kameradinnen und Kameraden Wirtschaftsdienste geleistet, um das Fest zu einem vollen Erfolg werden zu lassen. „Auch dies ist eine Art, Dienst am Nächsten“ so die Worte von Oliver Held, denn ohne solche Feste, wäre ein kulturelles Vereinsleben in den Dörfern nicht mehr denkbar.

Bei insgesamt 46 Übungen wurden im vergangenem Jahr, 14 aktive Jugendfeuerwehrkameradinnen und Kameraden in Sachen Brandschutz und Feuerwehrtechnik geschult. Sven Held, Jugendfeuerwehrwart in Erbach appelliert in seinem Bericht an die politischen Gremien, dass in naher Zukunft etwas passieren muss, „der administrative Aufwand wird immer größer und muss früher oder später von hauptamtlichen Kräften übernommen werden“ so die Worte des Jugendfeuerwehrwartes. Sven Held legt nach 6 Jahren Jugendarbeit sein Amt als Jugendfeuerwehrwart aus privaten und beruflichen Gründen nieder, bleibt aber als Jugendgruppenleiter weiterhin dabei, „so ganz ohne geht ja doch nicht“, ergänzt er. Als Nachfolger wurde Tizian Burbach einstimmig von der Versammlung gewählt. Stefan Jost Gerätewart und Migrationsbeauftragter „Digitalfunk“ der Stadt Bad Camberg legt sein Amt ebenfalls aus privaten und berufliche Gründen nieder. Als Nachfolger wird Peter Gabriel einstimmig von der Versammlung gewählt.

In der im Jahr 2013 gegründeten Kinderfeuerwehr befinden sich derzeit 25 Kinder im Alter von 6-10 Jahren. „Die Gruppe der Kinderfeuerwehr ist im Moment so groß, dass hier die Kapazitäten der Betreuer erschöpft sind“, laut Aussage der Leiterin der Kinderfeuerwehr Sara Schmitz. „Wir sind froh das es so ist“, ergänzt sie. 

Bürgermeister Wolfgang Erk bedankt sich bei den Kameradinnen und Kameraden für die gute Zusammenarbeit, vor allem mit dem Ordnungsamt, allen voran Frau Niehörster. Er betont die super Leistung bei der Erbacher Jugendarbeit und der vorbildlich guten Partnerschaft zur Feuerwehr der Partnerstadt Bad Sulza. Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schau schließt sich den Worten des Bürgermeisters an und bedankt sich nochmals persönlich bei allen Feuerwehrleuten, die ihre eigene Freizeit für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger opfern. Dies sei vorbildlich. Ortsvorsteher Alfred Meyer wünscht allen aktiven Mitgliedern seelische und physische Unversehrtheit bei allen Einsätzen. Betont sagt er: „Hochachtung gegenüber der Partner, müssen sie doch so viel auf den oder die Partnerin verzichten“. Vereinsringsvorsitzender Peter Wozniak betont ausdrücklich, was die Feuerwehr für alle Erbacher Vereine leistet, ist nicht mehr wegzudenken. Dies gilt im Namen aller Erbacher Vereine. Last but not least Martin Werner von der Notfallseelsorge Limburg-Weilburg, bedankt sich wieder einmal für die herausragende Zusammenarbeit im vergangenem Jahr. Leider konnte die Zusammenarbeit nicht verhindert werden. Ist die Notfallseelsorge nicht mehr wegzudenken, dennoch hofft man weiterhin auf wenig Zusammenarbeit, da sind sich alle Versammlungsmitglieder einig.

Am Abend standen noch einige Ehrungen und Beförderungen auf der Tagesordnung.

Ehrungen

Geehrt wurden für 60 Jahre Mitgliedschaft Ernst Horn und Walter Scheinkönig. Für 50 Jahre, Wolfgang Sturm. Für 40 Jahre Franz-Josef Wenz, Wolfgang Werner, Achim Alraum und Oliver Held. Für 25 Jahre Herbert Heintz, Fred Kaltwasser, Winfried Kenzlers, Elisabeth Meub, Berthold Meurer, Thomas Nowotny, Ursula Reith, Wolfgang Rücker, Albert Schmidt, Franz Weil, Karl-Heinz Weimar, Matthias Günther, Hans-Joachim Brunsch und Sven Held. 

Beförderungen

Zum Hauptlöschmeister wurde Frank Welker befördert. Zum Oberlöschmeister/in Sara Schmitz und Sven Held. Zum Hauptfeuerwehrmann Heiko Sturm. Zur Feuerwehrfrau Yvonne Kasten. Zu Feuerwehrfrau/-mann-Anwärtern wurden Annika Müller und Andre Falck befördert. 

Zum Abschluss wurden alle Versammlungsteilnehmer zu einem gemütlichen Beisammensein im Feuerwehrhaus eingeladen. Wehrführer Burbach bedankte sich noch bei Uta, Lara und Julia Hofmann, die am Abend als Kellnerinnen fungierten, mit einem kleinen Präsent.

Die beförderten Kameradinnen und Kameraden Frank Welker, SBI Christoph Schmitt, Sven Held, Sara Schmitz, 2. stellvertretender SBI Oliver Held, Yvonne Kasten, Heiko Sturm, Andre Falck, Wehrführer Richard Burbach und 1. stellvertretender SBI Alexander Rembser. (v.l.n.r.)

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