Für die Feuerwehr Erbach im Taunus ging es mit 21 Vereinsmitgliedern auf große Fahrt. Ziel war das Besucherbergwerk Grube Fortuna in Solms-Oberbiel. Dort angekommen ging es direkt in die Vollen: Helm auf, Jacke an und Abmarsch in die unterirdischen Gänge der Anlage. Interessante Original-Maschinen für den Abbau von Eisenerz und zahlreiche Informationen der deutschen Geschichte warteten auf die Vereinsmitglieder. Nach der 2stündigen Grubentour gab es für alle eine kleine Stärkung in der dortigen Gaststätte, bevor es weiter zum groß aufgerüsteten Museum des Besucherbergwerks ging: Alte Lokomotiven und Gleisspuren warteten darauf von den Mitfahrenden entdeckt und 
bewundert zu werden. Eine Lokfahrt sowie ein kurzes Kräftemessen auf der Draisine sorgten für allgemeine Belustigung - und siehe da: die Feuerwehrfrauen hatten hier eindeutig die Nase vorne.
Bei leckerer hessischer Küche wurde der Tagesabschluss im Restaurant Brauhaus Obermühle in Braunfels gemacht. Viele erheiternde Gespräche rundeten den Tag und Abend ab.
Gegen 22.00 Uhr ging es dann zurück nach Hause, wo alle 21 Vereinsmitglieder nach diesem spannenden Tag ins Bett fielen.
 
     
 
Text: Nadine Frantzki
Fotis: Feuerwehr Erbach

Am Donnerstag um 17.20 Uhr wurden die Bad Camberger Feuerwehren, das DRK Bad Camberg, der Rettungsdienst und die Notfallseelsorge zu einem Wohnungsbrand in der Bahnhofstraße alarmiert. Nachbarn hatten unangenehmen Geruch wahrgenommen, nachgeschaut und Qualm entdeckt, der aus dem Dachgeschoss quoll.

Die Feuerwehren waren mit 51 Einsatzkräften zur Stelle, hier spielt die Uhrzeit eine wichtige Rolle, denn die meisten Aktiven sind Pendler und um diese Zeit zu Hause. Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten nahmen einen Löschangriff in die verqualmte Dachgeschosswohnung vor und belüfteten Treppenhaus und Wohnung mit einem Hochdrucklüfter. Parallel zu dieser Maßnahme ging im Hof des Anwesens die Drehleiter in Stellung, um einen zweiten Angriffsweg zu gewährleisten.

Das Feuer ging vom Küchenherd aus und wurde in kurzer Zeit gelöscht. Die Einsatzkräfte retteten einen Wellensittich. Vom Rettungsdienst ist eine der beiden Bewohnerinnen zu einer Übernachtungsmöglichkeit gebracht worden.

Während der Löscharbeiten war die Bahnhofstraße nicht befahrbar. Wegen der Rauchschäden ist die betroffene Wohnung nicht bewohnbar.

 

 
Im Hof ging die Drehleiter in Stellung Der Spitzboden über der Dachgeschosswohnung wird durch Atemschutzgeräteträger kontrolliert
   
 
Atemschutzgeräteträger vor dem Gebäude. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Lage bereits entspannt  

Text und Bilder Helmut Thies

Die Wehren Bad Camberg und Erbach wurden am Donnerstagmorgen zum heimischen Bahnhof alarmiert. Dort stand eine Regionalbahn in Richtung Frankfurt fahruntüchtig, Hydrauliköl lief aus. Eine Weiterfahrt war nicht möglich und alle nachfolgenden Züge waren ebenfalls blockiert.

Die Feuerwehr konnte als Erstmaßnahme mit Auffangwannen aus dem Gerätewagen-Gefahrgut das Eindringen des Öls ins Schotterbett und damit auch in das Erdreich verhindern. Vorsichtshalber wurde ein Löschangriff aufgebaut.

Nach Eintreffen des Notfallmanagers der Deutschen Bahn koordinierte man gemeinsam das weitere Vorgehen. Die Feuerwehr setzte einen Trupp mit Atemluftfiltern und Schutzanzügen ein, um mit Ölbindemittel im Innern der Lokomotive das ausgelaufene Öl abzubinden. Während dieser Maßnahme, die auch aus Sicherheitsgründen das Abstreuen außerhalb der Lok einschloss, sperrte die Bahn zusätzlich das Nachbargleis Richtung Limburg. Damit war der Einsatz für die beiden Wehren beendet. Der Abtransport des Zuges erfolgte durch Kräfte der Bahn.

 

Die Feuerwehr erwartet nach den Erstmaßnahmen das Notfallmanagement der Bahn, um das weitere Vorgehen abzustimmen.
(Foto Helmut Thies)

Oberhalb der Federung der Lokomotive trat das Hydrauliköl aus. Eine Weiterfahrt war nicht möglich, auch nicht für die von Limburg kommenden Nachfolgezüge Richtung Frankfurt. Auffangbehälter hat die Feuerwehr unter die Leckage gestellt.
(Foto Benjamin Schädel)

Die Katastrophenschutz-Einsatzzüge der hessischen Städte und Gemeinden wurden vom Land eingerichtet, um bei größeren Schadensfällen überregional helfen zu können. So waren Bad Camberger in Dresden beim Elbehochwasser im Einsatz. Vor Ort, auf unbekanntem Terrain, gilt es dann, mit den Einheimischen zusammen zu arbeiten. Der Bad Camberger Zug, der auch für die Ausbildung der jungen Aktiven aller Stadtteile zuständig ist, unternimmt jährlich eine dreitägige Ausbildungsfahrt und sucht sich im Zielgebiet Feuerwehren, mit denen gemeinsam geübt wird. Damit hat der Bad Camberger Zug ein Alleinstellungsmerkmal, diese Veranstaltungen fördern das taktische Können und die Zusammenarbeit sowohl untereinander als auch und mit unbekannten Mitstreitern, betont der Zugführer und stellvertretende Stadtbrandinspektor Christian Kunz.

In diesem Jahr ging es nach Acht, einem 80-Seelenort der Verbandsgemeinde Vordereifel in der Nähe des Nürburgrings, die Unterbringung erfolgte in einem Gruppenheim mit hervorragender Infrastruktur. Eine Feuerwehrfrau und 20 Männer nahmen einschließlich Küchenteam an der Dreitagesübung teil.

Übungspartner waren die kleine Ortsfeuerwehr Acht, die als Ausrüstung lediglich über einen. Anhänger mit Pumpe und Schläuchen verfügt sowie die Stützpunktfeuerwehr Langenfeld.

Bei den angesetzten Übungen hat man die Fahrzeuge mit gemischten Besatzungen versehen, um das gegenseitige Kennenlernen und miteinander Üben zu fördern.

Übung eins war bereits ein Highlight: Im Besucherbergwerk galt es, eine Person zu retten, die vor einem Feuer im Besucherzentrum geflüchtet und eine Wendeltreppe herabgestürzt war. Das Feuer musste gelöscht werden.

Im zweiten Teil waren Forstarbeiter bei Motorsägearbeiten einen Steilhang hinabgestürzt, auslaufendes Benzin entzündete sich am Auspuff der Säge und setzte einen Waldbrand in Gang, der gelöscht wurde. Parallel dazu erfolgte die Rettung der Personen mittels Schleifkorbtrage und Winde den Steilhang hoch.

Die dritte Übung war mit großem Aufwand von der Langenfelder Wehr organisiert worden. Gleich zwei PKW wurden in ein Waldgebiet gebracht, um einen Unfall darzustellen. Mehrere Personen (Dummies) galt es zu retten.

Die Übungsziele sind jeweils erreicht worden. Als Dankeschön luden die Bad Camberger ihre Kameraden aus der Eifel zu einem gemeinsamen Grillen ein.

Die Übungen stellten hohe Anforderungen an die vorwiegend jungen Aktiven und verliefen zur vollsten Zufriedenheit der Verantwortlichen. Eine Neuauflage im nächsten Jahr ist auf jeden Fall vorgesehen.

 

   

Text und Bilder Helmut Thies

Bilder: Alexander Rembser | Text: Helmut Thies

Nahezu 50 Prozent des Bad Camberger Stadtgebiets besteht aus Wald, was allgemein in dieser Dimension nicht bekannt ist oder worüber man sich keine Gedanken macht. Das sind rund 25 Quadratkilometer, ein Großteil davon weit ab von Wasserentnahmestellen, z.B. auf dem „Kuhbett“ oder im Grenzbereich zu Steinfischbach. Derzeit herrscht in Hessen die höchste Waldbrandalarmstufe.
In den vergangenen Jahren haben die Feuerwehren Löschverfahren entwickelt, die bei Bodenfeuern und bei Nachlöscharbeiten äußerst sparsam mit dem kostbaren Wasser umgehen. Dabei werden kleine Strahlrohre und dünne Schläuche eingesetzt, dazu Rucksäcke mit Wasserinhalt, deren kleine Spritzen Glutnester aus nächster Nähe durch Abkühlen löschen können. Wichtige Helfer sind hierbei auch die Wärmebildkameras, mit denen Feuer, die sich unter der Laubschicht durchfressen und die mit dem Auge nicht erkennbar sind, erkannt werden.

Weiterlesen ...

Seite 2 von 5

Folge uns
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.