Am letzten Sonntag im August kamen zahlreiche Besucher zum Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Würges, unter ihnen auch viele Kameradinnen und Kameraden aus den umliegenden Wehren, Ortsvorsteher Klaus Wagner und der Bad Camberger Bürgermeister Jens Vogel. Bei Sonnenschein und sehr warmen Temperaturen wollten sie alle die Möglichkeit nutzen sich vor Ort über die vielseitige Arbeit der Feuerwehrleute zu informieren und sich das Feuerwehrhaus und die Einsatzfahrzeuge anzuschauen.

 

Wie immer bei diesem Anlass war es Aufgabe der Jugendfeuerwehr sich um die vielen kleinen Besucher zu kümmern. Mit den Bobbycar-Feuerwehrautos konnten die Kinder auf dem Vorplatz ihre Runden drehen. Auch die Hüpfburg im Garten erfreute sich großer Beliebtheit. Mit Feuerlöschern, die mit Wasser gefüllt waren, wurden diverse Löschübungen vorgenommen. Im Jugendfeuerwehrraum gab es die Möglichkeit nach Herzenslust zu malen, zu zeichnen und zu basteln. Und natürlich wollten sich auch die kleinen Besucher die Feuerwehrfahrzeuge ganz genau anschauen. Denn vielleicht wird ja auch aus ihnen einmal ein Feuerwehrmann bzw. eine Feuerwehrfrau. Die Freiwillige Feuerwehr Würges unterhält nämlich auch eine Kinder- und Jugendfeuerwehr. Die Kinderfeuerwehr ist für Kinder von 6 – 10 Jahren und trifft sich alle 14 Tage freitags von 16.30 bis 17:30 Uhr. Die Jugendfeuerwehr ist für Kinder ab 10 Jahre und trifft sich jeden Mittwoch von 17.30 bis 19.00 Uhr.

Für das leibliche Wohl war wieder bestens gesorgt: auf dem Platz vor dem Feuerwehrhaus, der sich in kürzester Zeit füllte, gab es Schnitzel, Steaks und Bratwurst, sowie Pommes frites, Krautsalat und diverse Getränke. Die vielen fleißigen Helfer hatten mit der Bewirtung der zahlreichen Gäste alle Hände voll zu tun. Im Feuerwehrhaus wurde gegen Mittag auch die Kuchentheke mit zahlreichen selbst gebackenen Kuchen und frisch aufgebrühtem Kaffee eröffnet. Hier nutzen viele die Möglichkeit sich Kuchen nach Hause mitzunehmen. Die Freiwillige Feuerwehr Würges möchte sich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Helfern und Kuchenspendern bedanken ohne deren Hilfe solch ein Tag nicht zu stemmen wäre und natürlich auch bei den zahlreichen Besuchern.

 

  

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt

 

  

Mit Hilfe der Jugendfeuerwehr konnten die Kleineren Besucher mit dem Spritzkübel „Feuer löschen“, einen Parcours mit dem Bobby-Car abfahren oder in der Hüpfburg toben.

 

  

 

Für die Feuerwehr Erbach im Taunus ging es mit 21 Vereinsmitgliedern auf große Fahrt. Ziel war das Besucherbergwerk Grube Fortuna in Solms-Oberbiel. Dort angekommen ging es direkt in die Vollen: Helm auf, Jacke an und Abmarsch in die unterirdischen Gänge der Anlage. Interessante Original-Maschinen für den Abbau von Eisenerz und zahlreiche Informationen der deutschen Geschichte warteten auf die Vereinsmitglieder. Nach der 2stündigen Grubentour gab es für alle eine kleine Stärkung in der dortigen Gaststätte, bevor es weiter zum groß aufgerüsteten Museum des Besucherbergwerks ging: Alte Lokomotiven und Gleisspuren warteten darauf von den Mitfahrenden entdeckt und 
bewundert zu werden. Eine Lokfahrt sowie ein kurzes Kräftemessen auf der Draisine sorgten für allgemeine Belustigung - und siehe da: die Feuerwehrfrauen hatten hier eindeutig die Nase vorne.
Bei leckerer hessischer Küche wurde der Tagesabschluss im Restaurant Brauhaus Obermühle in Braunfels gemacht. Viele erheiternde Gespräche rundeten den Tag und Abend ab.
Gegen 22.00 Uhr ging es dann zurück nach Hause, wo alle 21 Vereinsmitglieder nach diesem spannenden Tag ins Bett fielen.
 
     
 
Text: Nadine Frantzki
Fotis: Feuerwehr Erbach

Die Katastrophenschutz-Einsatzzüge der hessischen Städte und Gemeinden wurden vom Land eingerichtet, um bei größeren Schadensfällen überregional helfen zu können. So waren Bad Camberger in Dresden beim Elbehochwasser im Einsatz. Vor Ort, auf unbekanntem Terrain, gilt es dann, mit den Einheimischen zusammen zu arbeiten. Der Bad Camberger Zug, der auch für die Ausbildung der jungen Aktiven aller Stadtteile zuständig ist, unternimmt jährlich eine dreitägige Ausbildungsfahrt und sucht sich im Zielgebiet Feuerwehren, mit denen gemeinsam geübt wird. Damit hat der Bad Camberger Zug ein Alleinstellungsmerkmal, diese Veranstaltungen fördern das taktische Können und die Zusammenarbeit sowohl untereinander als auch und mit unbekannten Mitstreitern, betont der Zugführer und stellvertretende Stadtbrandinspektor Christian Kunz.

In diesem Jahr ging es nach Acht, einem 80-Seelenort der Verbandsgemeinde Vordereifel in der Nähe des Nürburgrings, die Unterbringung erfolgte in einem Gruppenheim mit hervorragender Infrastruktur. Eine Feuerwehrfrau und 20 Männer nahmen einschließlich Küchenteam an der Dreitagesübung teil.

Übungspartner waren die kleine Ortsfeuerwehr Acht, die als Ausrüstung lediglich über einen. Anhänger mit Pumpe und Schläuchen verfügt sowie die Stützpunktfeuerwehr Langenfeld.

Bei den angesetzten Übungen hat man die Fahrzeuge mit gemischten Besatzungen versehen, um das gegenseitige Kennenlernen und miteinander Üben zu fördern.

Übung eins war bereits ein Highlight: Im Besucherbergwerk galt es, eine Person zu retten, die vor einem Feuer im Besucherzentrum geflüchtet und eine Wendeltreppe herabgestürzt war. Das Feuer musste gelöscht werden.

Im zweiten Teil waren Forstarbeiter bei Motorsägearbeiten einen Steilhang hinabgestürzt, auslaufendes Benzin entzündete sich am Auspuff der Säge und setzte einen Waldbrand in Gang, der gelöscht wurde. Parallel dazu erfolgte die Rettung der Personen mittels Schleifkorbtrage und Winde den Steilhang hoch.

Die dritte Übung war mit großem Aufwand von der Langenfelder Wehr organisiert worden. Gleich zwei PKW wurden in ein Waldgebiet gebracht, um einen Unfall darzustellen. Mehrere Personen (Dummies) galt es zu retten.

Die Übungsziele sind jeweils erreicht worden. Als Dankeschön luden die Bad Camberger ihre Kameraden aus der Eifel zu einem gemeinsamen Grillen ein.

Die Übungen stellten hohe Anforderungen an die vorwiegend jungen Aktiven und verliefen zur vollsten Zufriedenheit der Verantwortlichen. Eine Neuauflage im nächsten Jahr ist auf jeden Fall vorgesehen.

 

   

Text und Bilder Helmut Thies

Am Donnerstag um 17.20 Uhr wurden die Bad Camberger Feuerwehren, das DRK Bad Camberg, der Rettungsdienst und die Notfallseelsorge zu einem Wohnungsbrand in der Bahnhofstraße alarmiert. Nachbarn hatten unangenehmen Geruch wahrgenommen, nachgeschaut und Qualm entdeckt, der aus dem Dachgeschoss quoll.

Die Feuerwehren waren mit 51 Einsatzkräften zur Stelle, hier spielt die Uhrzeit eine wichtige Rolle, denn die meisten Aktiven sind Pendler und um diese Zeit zu Hause. Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten nahmen einen Löschangriff in die verqualmte Dachgeschosswohnung vor und belüfteten Treppenhaus und Wohnung mit einem Hochdrucklüfter. Parallel zu dieser Maßnahme ging im Hof des Anwesens die Drehleiter in Stellung, um einen zweiten Angriffsweg zu gewährleisten.

Das Feuer ging vom Küchenherd aus und wurde in kurzer Zeit gelöscht. Die Einsatzkräfte retteten einen Wellensittich. Vom Rettungsdienst ist eine der beiden Bewohnerinnen zu einer Übernachtungsmöglichkeit gebracht worden.

Während der Löscharbeiten war die Bahnhofstraße nicht befahrbar. Wegen der Rauchschäden ist die betroffene Wohnung nicht bewohnbar.

 

 
Im Hof ging die Drehleiter in Stellung Der Spitzboden über der Dachgeschosswohnung wird durch Atemschutzgeräteträger kontrolliert
   
 
Atemschutzgeräteträger vor dem Gebäude. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Lage bereits entspannt  

Text und Bilder Helmut Thies

Die Wehren Bad Camberg und Erbach wurden am Donnerstagmorgen zum heimischen Bahnhof alarmiert. Dort stand eine Regionalbahn in Richtung Frankfurt fahruntüchtig, Hydrauliköl lief aus. Eine Weiterfahrt war nicht möglich und alle nachfolgenden Züge waren ebenfalls blockiert.

Die Feuerwehr konnte als Erstmaßnahme mit Auffangwannen aus dem Gerätewagen-Gefahrgut das Eindringen des Öls ins Schotterbett und damit auch in das Erdreich verhindern. Vorsichtshalber wurde ein Löschangriff aufgebaut.

Nach Eintreffen des Notfallmanagers der Deutschen Bahn koordinierte man gemeinsam das weitere Vorgehen. Die Feuerwehr setzte einen Trupp mit Atemluftfiltern und Schutzanzügen ein, um mit Ölbindemittel im Innern der Lokomotive das ausgelaufene Öl abzubinden. Während dieser Maßnahme, die auch aus Sicherheitsgründen das Abstreuen außerhalb der Lok einschloss, sperrte die Bahn zusätzlich das Nachbargleis Richtung Limburg. Damit war der Einsatz für die beiden Wehren beendet. Der Abtransport des Zuges erfolgte durch Kräfte der Bahn.

 

Die Feuerwehr erwartet nach den Erstmaßnahmen das Notfallmanagement der Bahn, um das weitere Vorgehen abzustimmen.
(Foto Helmut Thies)

Oberhalb der Federung der Lokomotive trat das Hydrauliköl aus. Eine Weiterfahrt war nicht möglich, auch nicht für die von Limburg kommenden Nachfolgezüge Richtung Frankfurt. Auffangbehälter hat die Feuerwehr unter die Leckage gestellt.
(Foto Benjamin Schädel)

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