Am Freitag gegen 13.30 Uhr bemerkte ein Anwohner starken Brandrauch, der aus seinem Blickwinkel aus einer Gartenhütte kam. Er informierte die Leitstelle, welche die Wehren Bad Camberg und Erbach gemäß Alarmplan in Marsch setzte. Die Einsatzstelle befand sich unweit des Bad Camberger Feuerwehrhauses.

Die erste Erkundung ergab, dass nicht die Gartenhütte, sondern ein unmittelbar benachbarter Komposthaufen des Nachbarn in Brand geraten war. Schnell war das Feuer gelöscht, die Feuerwehr Erbach konnte die Alarmfahrt abbrechen.

Text und Foto: Helmut Thies

Ein Kaminrohr aus Edelstahl erhitzte sich in der Altstadt so sehr, dass die Dachkonstruktion eines Flachdachs, welches die Terrasse trägt, in Brand geriet. Die Feuerwehren aus der Kernstadt, Erbach und Niederselters waren rasch mit 47 Einsatzkräften vor Ort. Zu Hilfe kamen die Selterser, da sich die Drehleiter aus Camberg zu dieser Zeit im Herstellerwerk befand. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte schlugen Flammen aus der Dachkonstruktion, der Rauch konnte sich wegen der doppellagigen Konstruktion im gesamten Bereich ausbreiten. Zur Brandbekämpfung standen 20 Einsatzkräfte mit Atemschutztauglichkeit zur Verfügung. Im Innenangriff erfolgte die erste Brandbekämpfung.

Im weiteren Verlauf erfolgte die Öffnung der Dachkonstruktion, um an die Brandnester heran zu kommen. Dabei entfernte die Feuerwehr Teile der sog. „Schweißbahnen“ aus Bitumen, mit denen das Flachdach abgedichtet war.

Wegen der engen Bebauung in der Altstadt war besondere Umsicht geboten, die Bewohner des Nachbarhauses wurden zum Verlassen ihres Heims aufgefordert, bis „Feuer aus“ gemeldet werden konnte.

Ein heimischer Dachdeckerbetrieb sorgte für eine provisorische Dachabdeckung als Witterungsschutz. Das betroffene Gebäude kann zur Zeit nicht bewohnt werden.

Text: Helmut Thies

Erbach. Ein ruhigeres Jahr mit 58 Einsätzen und rund 5300 Stunden Übungszeiten geht für die 40 ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Erbacher Feuerwehrleute zu Ende.
Im Durchschnitt rückte die Wehr nach 6 Minuten aus.

Neben 33 Lehrgängen und Seminaren auf Kreisebene wurden auch die Hessische Landesfeuerwehrschule in Kassel von fünf Feuerwehrleuten besucht. Hier erreichen die Ehrenamtlichen ihre Fähigkeiten, um unterschiedliche Positionen während eines Einsatzes übernehmen zu können (z.B. Atemschutzgeräteträger, Maschinist, Führungskraft).

Aufgrund der absolvierten Ausbildung und der Dienstjahre konnten folgende Kameradinnen und Kameraden auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Erbach befördert werden:
Niklas Herborn zum Feuerwehrmannanwärter;
Christian Müller, Leon Nocker und Karsten Ott zu Feuerwehrmännern;
Annika Harloff, Annika Müller und Marie Welker zu Oberfeuerwehrfrauen;
Katharina Wüst zur Oberlöschmeisterin;
Tizian Burbach zum Hauptlöschmeister;
Sven Held zum Oberbrandmeister und
Alexander Held zum Hauptbrandmeister.

Ebenfalls konnte der Feuerwehrverein zahlreiche Mitglieder für Ihre langjährige Vereinsmitgliedschaft geehrt: insgesamt wurden
neun Jubilare für 25-Jahre-Mitgliedschaft,
zwölf Jubilare für 30-Jahre-Mitgliedschaft,
sieben Jubilare für 35-Jahre-Mitgliedschaft,
32 Jubilare für 40-Jahre-Mitgliedschaft,
drei Jubilare für 45-Jahre-Mitgliedschaft und
zwei Jubilare für 50-Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein ausgezeichnet.

Alfred Meyer wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Ohne die fördernden Mitglieder könnte der Förderverein die Arbeit der Ehrenamtlichen Feuerwehrleute nicht so unterstützen, wie es derzeit möglich ist.
Der Verein investierte beispielsweise im vergangenen Jahr in ein Alarm-Informationsmonitor, so dass bereits im Feuerwehrhaus gesehen werden kann, welche Einsatzkräfte sich auf der Anfahrt befinden.
Die Versammlung beschloss, dass in diesem Jahr wieder ein Schlachtfest stattfinden wird. Traditionell endete die Jahreshauptversammlung mit gemütlichem Zusammensein und Austausch bei Hausmacher Wurst.

Die Erbacher Feuerwehr lädt alle Interessierten ein, Mitglied zu werden:

Kinder von 6-10 Jahren in der Kinderfeuerwehr „Feuerflitzer“,14-tägig donnerstags von 17.30-19 Uhr,
Jugendliche von 10 bis 17 Jahren in der Jugendfeuerwehr, dienstags von 18-19.30 Uhr und
alle ab 17 Jahren in der Einsatzabteilung, dienstags ab 19.30 Uhr.
Ebenso freut sich der Verein über unterstützende Mitglieder.
Dienstpläne und den Mitgliedsantrag für den Feuerwehrverein gibt es auf der Homepage www.ffw-erbach.de.

 

Nach absolvierten Ausbildungen und Dienstjahren konnten elf aktive ehrenamtliche Mitglieder in höhere Dienstgrade befördert werden. Vielen Dank für das Engagement für die Erbacher Bevölkerung! (Foto: Melanie Held)
Die Vereinsvorsitzenden Oliver Held und Bernd Meub konnte in diesem Jahr insgesamt 55 Mitglieder für ihre langjährige Unterstützung ehren. (Foto: Nadine Frantzki)

Am 29. Februar begrüßte Wehrführer und Vereinsvorsitzender die Aktiven der Einsatzabteilung und die Ehren- und Altersabteilung zur diesjährigen Jahreshauptversammlung im Schulungsraum der Wehr. Seitens der Stadt Bad Camberg waren der Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schaus sowie Stadtrat Roman Pflüger erschienen. Stadtbrandinspektor Richard Burbach stellte in seinen Grußworten die Innovationen seitens der Bad Camberger Wehr heraus, die allen Stadtteilen zu Gute kommen. Er und seine beiden Stellvertreter Alexander Rembser und Christian Kunz sind bestrebt, die Aktiven von Verwaltungs- und sonstigen Tätigkeiten zu entlasten, die nicht Einsatz und Übungsaktivitäten darstellen. Der erste Schritt ist mit der Einstellung des hauptamtlichen Gerätwartes erfolgt.

Der Stadtverordnetenvorsteher betonte, dass eine gute Verbindung zwischen städtischen Gremien und der Feuerwehr für gemeinsame Entscheidungen unerlässlich ist. Er entschuldigte Herrn Bürgermeister Vogel und dankte für die geleistete Arbeit. Auch brachte er das Thema

 „Interkommunale Zusammenarbeit“ mit den Nachbarkommunen zur Sprache. Wegen seinem besonderen Interesse für die einheitlichen Aktenmappen der Wehrführung erhielt er als Geschenk ein persönliches Exemplar überreicht.

Schriftführerin Sabine Flecks schilderte in einem gekonnt mit Karikaturen und Einsatzfotos gestalteten Vortrag die herausragenden Vorkommnisse im abgelaufenen Jahr. Zur Unterstützung der Wehrführung wurde die Schaffung eines zweiten stellvertretenden Wehrführers mit dem Aufgabengebiet „Ausbildung“   im Jahr 2019 angestoßen.

Wehrführer Hendrik Hotz bilanzierte 97 Einsätze im vergangenen Jahr. Insgesamt sind 19.980 Stunden abgeleistet worden, bei einem Satz von 50 € ergibt dies einen Leistungswert von rd. 900.000 € für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt.

Der stellvertretenden Wehrführer Alexander Rembser wies darauf hin, dass ohne qualifizierte Ausbildung keine ebensolche Arbeit geleistet werden kann. Im Jahr 2020 sollen die Atemschutzgeräteträger in einer Trainingsanlage geschult werden. Wegen der witterungsbedingt steigenden Hochwassergefahr ist eine Sandsackfüllmaschine beschafft worden. Damit die Feuerwehr auch bei Stromausfall handlungsfähig bleibt, steht jetzt eine Netzersatzanlage für das Feuerwehrhaus bereit, führte Gerätewart Steve Elsemüller aus. Für zwei Fahrzeuge erfolgen Ersatzbeschaffungen und ein Logistikfahrzeug wird aus Vereinsmitteln beschafft. Kinder- und Jugendfeuerwehr stehen gut da und sichern den Nachwuchs.

Bedingt durch den neu geschaffenen Posten des zweiten stellvertretenden Wehrführers war eine Änderung der Vereinssatzung erforderlich; bei dieser Gelegenheit erfolgten zusätzlich weitere Änderungen. Die Feuerwehr steht auf zwei Füßen: Als städtische Einrichtung aus dem öffentlich-rechtlichen, gesetzlich vorgeschriebenen Teil und gleichzeitig einem Verein, zu dem sich die Mitglieder zusammengeschlossen haben. Gemäß Beschluss heißt der Verein jetzt

„Förderverein Freiwillige Feuerwehr Bad Camberg e.V.“ Somit ist eine begriffliche Differenzierung zwischen beiden Komponenten gegeben.

Bei den anschließenden Wahlen auf Basis der neu formulierten Satzung sind alle bisherigen Mitglieder des öffentlich-rechtlichen Feuerwehrausschusses sowie des Vereinsvorstands in ihren Ämtern bestätigt worden. Neu in dem Gremium ist ab sofort Moritz Meister, der sich vornehmlich um die Ausbildung kümmern wird.

(Text Helmut Thies)

Für die Kameradinnen und Kameraden der FF Erbach stand am 21. Februar eine Fahrerschulung mit Profis auf dem Programm. Nachdem der Schlauchanhänger, der aus dem Jahr 1966 stammt, umgebaut wurde, kann er nun wieder im Übungs- und Einsatzbetrieb genutzt werden. 

Damit die Fahrer des Gespanns auch sicher zu den Einsätzen und zurück kommen, ist es notwendig, das Fahren mit Anhänger zu üben.
Hierfür haben sich ein paar Kameraden sowohl in Theorie als auch in Praxis heute von Michael und Christian Lottermann in ihren Kenntnissen auf den neusten Stand bringen lassen.
Jetzt können alle Fahrer nach und nach geschult werden.
 
Text FF Erbach
 
 

 

 
Foto FF Erbach Foto FF Erbach Foto FF Erbach

Im Gegensatz zu den meisten "üblichen" Anhängern im privaten und gewerblichen Bereich sind viele Anhänger im Bereich Feuerwehr und Katastrophenschutz, aber z.B. auch im Baugewerbe die Estrichpumpen, auf ihre Funktion und nicht auf ein Zugfahrzeug ausgelegt. Bei geschlossenen Zugfahrzeugen (Transporter) oder hier ein Feuerwehrfahrzeug mit breiterem Kofferaufbau als die Fahrerkabine "verschwinden" sie z.B. im toten Winkel der Außenspiegel des Fahrzeuges. Auch die Abstände von der Hinterachse zur Anhängerkupplung des Zugfahrzeuges und weiter zur Achse des Anhängers verändern, besonders beim Rangieren, das Verhalten des Anhängers.

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