Unwetterlagen-Tipps und Hinweise der Feuerwehr für die Bürgerinnen und Bürger

In den vergangenen Tagen kam es in Deutschland wieder zu Starkregen mit teilweise verheerenden Folgen in den betroffenen Gebieten. Der Goldenen Grund ist bislang verschont worden. Das heißt aber nicht, dass hier nichts Derartiges passieren wird. Auch in unserer Region können starke Regenschauer bis hin zu Sturzfluten vom Himmel entstehen.

Die Feuerwehren stehen, wenn entsprechende Warnungen seitens des Deutschen Wetterdienstes veröffentlicht werden, bereit, um den Bürgerinnen und Bürgern Hilfe zu leisten, teilweise sind sie bereits in den Feuerwehrhäusern in Bereitschaft, damit die Hilfe unmittelbar geleistet werden kann.

 

Präventive Maßnahmen seitens der Bevölkerung

Die Feuerwehr rät, bei entsprechenden Wetterlagen die Rundfunksendungen zu verfolgen und die entsprechenden Apps wie „hessenWarn“   und „DWD WarnWetter“ zu beachten.

Schließen Sie Fenster und Türen und bringen Sie lose Gegenstände wie Sonnenschirme, Kinderspielzeug und Gartenmöbel in einen geschlossenen Raum, da die Regenfälle meist von starken Windböen begleitet werden.

Falls mit Überflutungen bzw. Hochwasser zu rechnen ist, sollten vorsorglich wertvolle Möbel und andere Wertgegenstände aus dem Keller in höher gelegene Stockwerke geräumt werden.

Tief liegende Hauseingänge, Keller und Souterrainräume können bei Starkregen überflutet werden. Heftige Gewitter, anhaltender Regen und Hochwasser können die kommunale Kanalisation zum Überlaufen bringen.

Deren Abwasserkanäle können dann die gewaltigen Niederschlagsmengen nicht mehr aufnehmen und ableiten.

Tief liegende Hauseingänge, Keller und Souterrainräume unterhalb der Rückstauebene laufen voll.

Man soll nicht annehmen, dass nur tief liegende Bereiche der Stadt, also die in Emsbachnähe, durch Überflutung bedroht sind. Das letzte echte Hochwasser war im Jahr 1981 zu verzeichnen. Bedingt durch die Dimension der Kanalrohre kommt es in höher liegenden Straßen, wie z. B. der Eichendorffstraße  zu Wassereintritten.

Ungenutzte Abläufe in Bestandsgebäuden sollten verschlossen werden. Bei genutzten Wohnräumen unterhalb des Straßenniveaus kann nur eine Hebeanlage das Gebäude angemessen schützen.

Die Anlage gewährleistet auch die weitere Benutzung von Toiletten und Duschen während eines Rückstaus.

Rückschlagklappen schützen das Gebäude im Falle eines Rückstaus vor dem Eindringen von Wasser aus dem öffentlichen Kanal. Während längerer Abwesenheit sollten sämtliche Rückstauklappen verriegelt und alle Fenster im Keller fest verschlossen werden. Die Klappen sollten regelmäßig auf ihre Gangbarkeit überprüft werden.

Sollten Sie in einem Bereich wohnen, der bereits mehrfach von Wasserschäden betroffen war, könnten in den Kellerräumen mit Abflüssen Schwellen in die Türen eingebaut werden, um den Wasseraustritt auf diesen Raum zu beschränken.

Öltanks sollte man gegen Aufschwimmen und den damit verbundenen Abriss der Anschlussleitung gegen die Kellerdecke verkeilt werden.

Die Anschaffung eines Wassersaugers und von Gummischiebern hat sich als wirksame Geräte zur Selbsthilfe bewährt. Damit kann in vielen Fällen der Schaden klein gehalten werden.

Überprüfen Sie, ob Ihre Gebäudeversicherung Elementarschäden beinhaltet.

Text: Helmut Thies

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