Am Mittwoch 02. September war es endlich wieder soweit. Wir konnten nach ca. 5 Monaten unseren praktischen Übungsdienst wieder aufnehmen. Zwar konnten wir in dieser Zeit einige Onlineübungen abhalten, in den wir die Themen theoretisch besprochen haben aber das praktische Üben kann es nicht vollständig erstetzen.

Daher freuen wir uns wieder über den Start.
Jedoch müssen auch wir uns an gewisse Vorgaben und Abläufe halten, was zum Erhalt unserer Einsatzfähig dienen soll.

Vorab ein Dankeschön an alle Beteiligten und Verantwortlichen, die sich um Hygienekonzepte und die Planungen gekümmert haben, um die Übungsdienste wieder möglich zu machen.
Auch schon ein Dankeschön an die Übungsausbilder, auf die mehr Arbeit zukommen wird, da mehr Übungen stattfinden werden.

So werden wir erst einmal in kleinen Gruppen üben, die fest zugeordnet sind. Dazu kommt das Tragen von Masken, entsprechende Desinfektionsmaßnahmen etc

Text Felix Urban

Durch die heutige Bauart bedingt trifft die Feuerwehr bei Wohnungs- bzw. Gebäudebränden meistens zwischen Entstehungs- und Vollbrandphase ein. Heiße Brandgase steigen im Gebäude auf und sammeln sich unter der Geschossdecke. Der Zutritt von Sauerstoff, z.B. beim Platzen eines Fensters oder dem Öffnen einer Tür führt zum Durchzünden dieser Gase, eine Flammenwalze kann die Einsatzkräfte überrollen.

Um das richtige Verhalten in solchen Einsatzfällen zu trainieren haben 14 Aktie der Feuerwehr Bad Camberg ein kürzlich Training in einer Heißbrandanlage absolviert. Vorrangig wurde das Einhalten der Atemschutzgrundsätze vermittelt und die Gewöhnung an das Arbeiten unter Wärmeeinfluss.

Rauchgasdurchzündungen und das Phänomen der plötzlichen Brandausbreitung wie oben beschrieben wurden erlebt. Die Schutzausrüstung musste Belastungen von 400-500 Grad Celsius standhalten. Dabei wurde auch ein Wärmebildkamera getestet.

Anschließend standen verschiedene Löschtechniken auf dem Programm. Diese Ausbildungseinheit war gleichzeitig ein Probelauf für die Einhaltung von Hygienemaßnahmen, denn der Übungsbetrieb soll in absehbarer Zeit in kleinen Gruppen wieder anlaufen.

Selbst erfahrene Feuerwehrleute konnten hier eine Menge Erfahrung sammeln und das Training wurde von Ausbildungsleiter Moritz Meister als „Gold wert“ bezeichnet.

Der Feuerwehr-Förderverein hat die Veranstaltung satzungsgemäß finanziert.

 

Die Feuerwehren in Hessen sind gesetzlich vorgeschrieben. Sie sind städtische Einrichtungen, die jede Kommune aufstellen und unterhalten muss. Gleichzeitig organisieren sich die meisten Wehren zusätzlich in einem Verein. Diese Vereine bestehen traditionell meist schon länger als die heutigen gesetzlichen Regelungen.

Beide Standbeine sind für das Funktionieren einer Wehr wichtig: Während der fachliche Teil, die Ausbildung und die Einsätze hoheitliche Aufgaben darstellen, dienen die Vereine dazu, den Zusammenhalt zu stärken und Fördermittel zu generieren. In Bad Camberg ist der Verein gemeinnützig anerkannt, kann daher Spenden entgegennehmen und Veranstaltungen zur Förderung und Unterstützung der Wehr durchführen. Fiskalisch ist geregelt, dass die Einnahmen von fördernden Mitgliedern und von Veranstaltungen wie dem Tag der offenen Tür ausschließlich für Aufgaben zur Förderung des Brand- und Katastrophenschutzes verwendet werden dürfen. Dadurch wird erreicht, dass der Stadtsäckel zum Teil erheblich entlastet wird. Die Mittel gehen in Ausrüstungsgegenstände und Ausbildungsveranstaltungen. So wird in diesem Jahr ein Nachschubfahrzeug vollständig aus Fördermitteln beschafft.

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde, um die Begriffe Feuerwehr und Feuerwehrverein klar zu trennen, eine Umbenennung in „Förderverein Freiwillige Feuerwehr Bad Camberg e.V.“ beschlossen. Die behördliche Anerkennung ist dieser Tage vollzogen worden.

Für die fördernden Mitglieder und die Ansprechpartner der Bad Camberger Feuerwehr ändert sich bis auf den neuen Namen nichts. Das Team des Vorstandes steht weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung und vor allem ist die Wehr 365 Tage im Jahr 24 Stunden täglich für die Bürgerinnen und Bürger präsent.

Wer sich für eine gute Sache engagieren und förderndes Mitglied werden möchte, kann sich gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

Am 5. März 2020 erhielten die Städte und Gemeinden des Landkreises ein Schreiben von Landrat Köberle, der auf die Corona-Situation hinwies und mitteilte, dass die Feuerwehren sämtliche Aktivitäten mit Ausnahme der Einsätze wegen der Ansteckungsgefahr einstellen sollen.

Das betraf auch den Bereich der Brandschutzerziehung. In den Kindertagesstätten besuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Brandschutzerziehung jeweils die Vorschulkinder und in den Grundschulen die vierten Klassen.

Im Jahr 2020 waren in Bad Camberg fünf Veranstaltungen in den Grundschulen und acht in den Kitas. Die Kinder werden jeweils ihrem Alter angepasst über Themen wie z.B.:

Verhalten im Brandfall

Notruf an die Leitstelle

Entstehen von Bränden und ihre Bekämpfung unterrichtet.

Praktische Versuche gehören zum festen Programm und begeistern die Schülerinnen und Schüler.

Von den 13 geplanten Veranstaltungen konnten gerade zwei bis zum Ausbruch der Pandemie durchgeführt werden. Die Schulleitungen bedauerten, dass die als wertvoll empfundenen Unterrichtseinheiten nicht stattfinden konnten.

Das üblicherweise an die Kinder ausgegebene Ausbildungsmaterial war jetzt eingelagert. Dann erhielt Stadtbrandinspektor Richard Burbach den Hinweis, dass die Hünfelder Wehren diese Materialien an die Schulen ausgegeben haben und kurzerhand ist diesem Beispiel gefolgt worden. Die

Atzelschule, Bad Camberg

Freiherr-vom-Schütz-Schule, Bad Camberg

Regenbogenschule, Erbach und

Grundschule, Würges

erhielten von Feuerwehrmann Hans Becker die Ausbildungsmaterialien übergeben. Die Schulleitungen nahmen sie dankbar entgegen.

Beide Seiten hoffen nun darauf, dass im Jahr 2021 die Brandschutzerziehung in bewährter Weise fortgeführt werden kann.

Text und Bild Helmut Thies

Hans Becker (rechts) übergibt die Ausbildungsmaterialien an den Leiter der Erbacher Regenbogenschule, Michael Wüst und die Kinder der vierten Klasse.

Die Feuerwehr Bad Camberg aktuell ein neues technisches Gerät für derartige Probleme beschafft: Eine Sandsackfüllmaschine.

Mit dem Gerät ist man in der Lage, 650 Säcke pro Öffnung und Stunde, in der Summe also 1300 Säcke pro Stunde zu befüllen. Das entspricht etwa 20 Tonnen Sand.

In nächster Zeit hat die Feuerwehr eine Aktion geplant, in der sie der Bevölkerung das Angebot machen will, sich im Vorfeld den Eigenbedarf an Sandsäcken zum Selbstschutz gemeinsam zu befüllen und zu erwerben. Wegen der Corona-Lage ist dies aktuell nicht möglich.

Zum gegebenen Zeitpunkt wird die Aktion in der Presse angekündigt.

„Die Feuerwehr der Stadt Bad Camberg hilft Ihnen immer wieder gerne und das an 365 Tagen im Jahr, 7 Tage die Woche, 24 Stunden rund um die Uhr, dafür stehen wir!“, teilt der stellvertretende Wehrführer Alexander Rembser mit.

Text: Alexander Rembser und Helmut Thies

 

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