Am 5. März 2020 erhielten die Städte und Gemeinden des Landkreises ein Schreiben von Landrat Köberle, der auf die Corona-Situation hinwies und mitteilte, dass die Feuerwehren sämtliche Aktivitäten mit Ausnahme der Einsätze wegen der Ansteckungsgefahr einstellen sollen.

Das betraf auch den Bereich der Brandschutzerziehung. In den Kindertagesstätten besuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Brandschutzerziehung jeweils die Vorschulkinder und in den Grundschulen die vierten Klassen.

Im Jahr 2020 waren in Bad Camberg fünf Veranstaltungen in den Grundschulen und acht in den Kitas. Die Kinder werden jeweils ihrem Alter angepasst über Themen wie z.B.:

Verhalten im Brandfall

Notruf an die Leitstelle

Entstehen von Bränden und ihre Bekämpfung unterrichtet.

Praktische Versuche gehören zum festen Programm und begeistern die Schülerinnen und Schüler.

Von den 13 geplanten Veranstaltungen konnten gerade zwei bis zum Ausbruch der Pandemie durchgeführt werden. Die Schulleitungen bedauerten, dass die als wertvoll empfundenen Unterrichtseinheiten nicht stattfinden konnten.

Das üblicherweise an die Kinder ausgegebene Ausbildungsmaterial war jetzt eingelagert. Dann erhielt Stadtbrandinspektor Richard Burbach den Hinweis, dass die Hünfelder Wehren diese Materialien an die Schulen ausgegeben haben und kurzerhand ist diesem Beispiel gefolgt worden. Die

Atzelschule, Bad Camberg

Freiherr-vom-Schütz-Schule, Bad Camberg

Regenbogenschule, Erbach und

Grundschule, Würges

erhielten von Feuerwehrmann Hans Becker die Ausbildungsmaterialien übergeben. Die Schulleitungen nahmen sie dankbar entgegen.

Beide Seiten hoffen nun darauf, dass im Jahr 2021 die Brandschutzerziehung in bewährter Weise fortgeführt werden kann.

Text und Bild Helmut Thies

Hans Becker (rechts) übergibt die Ausbildungsmaterialien an den Leiter der Erbacher Regenbogenschule, Michael Wüst und die Kinder der vierten Klasse.

Die Feuerwehren in Hessen sind gesetzlich vorgeschrieben. Sie sind städtische Einrichtungen, die jede Kommune aufstellen und unterhalten muss. Gleichzeitig organisieren sich die meisten Wehren zusätzlich in einem Verein. Diese Vereine bestehen traditionell meist schon länger als die heutigen gesetzlichen Regelungen.

Beide Standbeine sind für das Funktionieren einer Wehr wichtig: Während der fachliche Teil, die Ausbildung und die Einsätze hoheitliche Aufgaben darstellen, dienen die Vereine dazu, den Zusammenhalt zu stärken und Fördermittel zu generieren. In Bad Camberg ist der Verein gemeinnützig anerkannt, kann daher Spenden entgegennehmen und Veranstaltungen zur Förderung und Unterstützung der Wehr durchführen. Fiskalisch ist geregelt, dass die Einnahmen von fördernden Mitgliedern und von Veranstaltungen wie dem Tag der offenen Tür ausschließlich für Aufgaben zur Förderung des Brand- und Katastrophenschutzes verwendet werden dürfen. Dadurch wird erreicht, dass der Stadtsäckel zum Teil erheblich entlastet wird. Die Mittel gehen in Ausrüstungsgegenstände und Ausbildungsveranstaltungen. So wird in diesem Jahr ein Nachschubfahrzeug vollständig aus Fördermitteln beschafft.

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurde, um die Begriffe Feuerwehr und Feuerwehrverein klar zu trennen, eine Umbenennung in „Förderverein Freiwillige Feuerwehr Bad Camberg e.V.“ beschlossen. Die behördliche Anerkennung ist dieser Tage vollzogen worden.

Für die fördernden Mitglieder und die Ansprechpartner der Bad Camberger Feuerwehr ändert sich bis auf den neuen Namen nichts. Das Team des Vorstandes steht weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung und vor allem ist die Wehr 365 Tage im Jahr 24 Stunden täglich für die Bürgerinnen und Bürger präsent.

Wer sich für eine gute Sache engagieren und förderndes Mitglied werden möchte, kann sich gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

Unwetterlagen-Tipps und Hinweise der Feuerwehr für die Bürgerinnen und Bürger

In den vergangenen Tagen kam es in Deutschland wieder zu Starkregen mit teilweise verheerenden Folgen in den betroffenen Gebieten. Der Goldenen Grund ist bislang verschont worden. Das heißt aber nicht, dass hier nichts Derartiges passieren wird. Auch in unserer Region können starke Regenschauer bis hin zu Sturzfluten vom Himmel entstehen.

Die Feuerwehren stehen, wenn entsprechende Warnungen seitens des Deutschen Wetterdienstes veröffentlicht werden, bereit, um den Bürgerinnen und Bürgern Hilfe zu leisten, teilweise sind sie bereits in den Feuerwehrhäusern in Bereitschaft, damit die Hilfe unmittelbar geleistet werden kann.

 

Präventive Maßnahmen seitens der Bevölkerung

Die Feuerwehr rät, bei entsprechenden Wetterlagen die Rundfunksendungen zu verfolgen und die entsprechenden Apps wie „hessenWarn“   und „DWD WarnWetter“ zu beachten.

Schließen Sie Fenster und Türen und bringen Sie lose Gegenstände wie Sonnenschirme, Kinderspielzeug und Gartenmöbel in einen geschlossenen Raum, da die Regenfälle meist von starken Windböen begleitet werden.

Falls mit Überflutungen bzw. Hochwasser zu rechnen ist, sollten vorsorglich wertvolle Möbel und andere Wertgegenstände aus dem Keller in höher gelegene Stockwerke geräumt werden.

Tief liegende Hauseingänge, Keller und Souterrainräume können bei Starkregen überflutet werden. Heftige Gewitter, anhaltender Regen und Hochwasser können die kommunale Kanalisation zum Überlaufen bringen.

Deren Abwasserkanäle können dann die gewaltigen Niederschlagsmengen nicht mehr aufnehmen und ableiten.

Tief liegende Hauseingänge, Keller und Souterrainräume unterhalb der Rückstauebene laufen voll.

Man soll nicht annehmen, dass nur tief liegende Bereiche der Stadt, also die in Emsbachnähe, durch Überflutung bedroht sind. Das letzte echte Hochwasser war im Jahr 1981 zu verzeichnen. Bedingt durch die Dimension der Kanalrohre kommt es in höher liegenden Straßen, wie z. B. der Eichendorffstraße  zu Wassereintritten.

Ungenutzte Abläufe in Bestandsgebäuden sollten verschlossen werden. Bei genutzten Wohnräumen unterhalb des Straßenniveaus kann nur eine Hebeanlage das Gebäude angemessen schützen.

Die Anlage gewährleistet auch die weitere Benutzung von Toiletten und Duschen während eines Rückstaus.

Rückschlagklappen schützen das Gebäude im Falle eines Rückstaus vor dem Eindringen von Wasser aus dem öffentlichen Kanal. Während längerer Abwesenheit sollten sämtliche Rückstauklappen verriegelt und alle Fenster im Keller fest verschlossen werden. Die Klappen sollten regelmäßig auf ihre Gangbarkeit überprüft werden.

Sollten Sie in einem Bereich wohnen, der bereits mehrfach von Wasserschäden betroffen war, könnten in den Kellerräumen mit Abflüssen Schwellen in die Türen eingebaut werden, um den Wasseraustritt auf diesen Raum zu beschränken.

Öltanks sollte man gegen Aufschwimmen und den damit verbundenen Abriss der Anschlussleitung gegen die Kellerdecke verkeilt werden.

Die Anschaffung eines Wassersaugers und von Gummischiebern hat sich als wirksame Geräte zur Selbsthilfe bewährt. Damit kann in vielen Fällen der Schaden klein gehalten werden.

Überprüfen Sie, ob Ihre Gebäudeversicherung Elementarschäden beinhaltet.

Text: Helmut Thies

Die Feuerwehr Bad Camberg aktuell ein neues technisches Gerät für derartige Probleme beschafft: Eine Sandsackfüllmaschine.

Mit dem Gerät ist man in der Lage, 650 Säcke pro Öffnung und Stunde, in der Summe also 1300 Säcke pro Stunde zu befüllen. Das entspricht etwa 20 Tonnen Sand.

In nächster Zeit hat die Feuerwehr eine Aktion geplant, in der sie der Bevölkerung das Angebot machen will, sich im Vorfeld den Eigenbedarf an Sandsäcken zum Selbstschutz gemeinsam zu befüllen und zu erwerben. Wegen der Corona-Lage ist dies aktuell nicht möglich.

Zum gegebenen Zeitpunkt wird die Aktion in der Presse angekündigt.

„Die Feuerwehr der Stadt Bad Camberg hilft Ihnen immer wieder gerne und das an 365 Tagen im Jahr, 7 Tage die Woche, 24 Stunden rund um die Uhr, dafür stehen wir!“, teilt der stellvertretende Wehrführer Alexander Rembser mit.

Text: Alexander Rembser und Helmut Thies

 

Wie jeder öffentliche Bereich ist auch die Kinderfeuerwehr leider durch das Corona- Virus stark eingeschränkt worden. In Folge dessen konnten seit März  keine Übungen stattfinden. Die Kinderfeuerwehr ist bei vielen Kindern ein fester Bestandteil ihrer Freizeitgestaltung.

Spiel, Spaß und kleine Experimente haben die Kinder im zweiwöchigen Rhythmus in das Feuerwehrhaus gezogen. Der „Feuerwehrosterhase“ hat jedem Kind der Kinderfeuerwehr eine kleine Osterüberraschung vorbeigebracht.

Da die Sehnsucht nach der Feuerwehr bei den Kindern sehr groß ist, haben die Betreuer eine abwechslungsreiche Wissensmappe für die Kinder ausgearbeitet. Diese beinhaltete ein Zusammenspiel aus feuerwehrtechnischem Wissen, Bastelspaß und Leseabenteuern.

Aktuell schauen die Betreuer der Kinderfeuerwehr voller Hoffnung auf das Ende der Coronazeit. Leider ist zum momentan noch nicht absehbar, wann die nächsten Übungen der Kinderfeuerwehr stattfinden können. Die Betreuer freuen sich über interessierte Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren und auf den Wiederbeginn der Übungstreffen.

Für nähere Informationen und Rückfragen steht Ihnen/ Euch der Kinderfeuerwehrwart Malte Meister zur Verfügung (Festnetz: 06434/2019705 oder Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

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