Bilder & Text von Helmut Thies

Täglich werden auf Straße, Schiene und Gewässern tausende Tonnen Gefahrgüter durch Deutschland bewegt. Kommt es zum Austritt von vor allem flüssigen und gasförmigen Stoffen, wird die Feuerwehr alarmiert, die dann die auslaufende Flüssigkeit auffangen und das entstandene Leck schließen soll. Keine leichte Aufgabe, denn Leckagen können durch Undichtigkeiten im Befüllsystem oder durch Unfälle entstehen. Keine Einsatzsituation gleicht der anderen. Vor wenigen Tagen waren die Bad Camberger Wehren stundenlang mit auslaufendem Diesel beschäftigt, da auf dem Raststättengelände ein rangierender LKW den Tank eines anderen Fahrzeugs aufgerissen hatte.

Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass die Deutsche Bahn Netz AG einen Gefahrgut-Ausbildungszug vorhält und diesen den deutschen Feuerwehren für Ausbildungszwecke zur Verfügung stellt. Der Zug besteht aus zwei speziell präparierten Kesselwagen, einem rollenden Schulungsraum, einem weiteren Fahrzeug sowie der Lokomotive. Auslaufende Gefahrstoffe werden selbstverständlich durch Wasser dargestellt.

Katastrophenschutzzug übte

Im Rahmen der Ausbildungsveranstaltungen hatte der Katastrophenschutzzug aus Bad Camberg zusammen mit Weilburger Einsatzkräften am Donnerstag in Limburg die Gelegenheit, praktisch an diesem Zug zu üben und einen Fachvortrag von einem der beiden begleitenden Bahnmitarbeiter zu hören.

Die außergewöhnliche Übungssituation war eine gute Gelegenheit, sich mit bahnspezifischen Begebenheiten zu beschäftigen und brachte neue Erkenntnisse. Die Verantwortlichen zeigten sich daher zufrieden.

 Die Erste Erkundung des Schades erfolgt, dann werden die notwendigen Maßnahmen eingeleitet.

Das Leck auf der Längsseite des Kesselwagens dichten die Einsatzkräfte mit einem Dichtkissen ab. Dieses wird mit Spanngurten rund um den Kessel fixiert und dann mit Pressluft aufgeblasen.

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