Feuerwehr Schwickershausen

 

 

Wehrführer: Heinz-Josef Ost

stv. Wehrführer: Benjamin Gerullat

Kontakt

Übung: Jeden letzten Montag im Monat ab 19:30 Uhr

Neubau Feuerwehrhaus Schwickershausen

 

„Der lange Weg“

Ausgangslage und Entwicklung
Der Technische Prüfdienst Hessen hat in seinen Prüfberichten der Jahre 2004, 2010 und 2015 festgestellt, dass das Feuerwehrhaus Schwickershausen nicht den Anforderungen der DIN 14092 sowie den gültigen Unfallverhütungsvorschriften entspricht. Folgerichtig wurde das Feuerwehrhaus seit 2010 auf Status „rot“  =  mangelhaft gesetzt und durfte nur weiterbetrieben werden, da die Stadt Bad Camberg die Planung eines Neubaus zusagte.

Die wichtigsten sicherheitstechnischen Mängel und Gefährdungen für die Gesundheit sind:

  • Die Ausfahrt ist zu steil und zu schmal; dadurch werden nachrückende Einsatzkräften gefährdet, da die Ausfahrt gleichzeitig der einzige Zugang ist
  • Die Ausfahrt aus der Fahrzeugbox 2 erfolgt um eine Hausecke und ist folglich nur mit äußerster Vorsicht möglich
  • Die Fahrzeugboxen und Tore sind zu schmal, die Tore schwenken nach außen
  • Es ist keine Absauganlage für Fahrzeugabgase vorhanden
  • Es gibt zu wenig Lagermöglichkeit für Ausrüstung
  • Es gibt keine Werkstatt für Reparaturen
  • Die persönliche Schutzausrüstung hängt in der Fahrzeugbox; daraus folgt:
  • Gefährdung der Einsatzkräfte beim Umziehen durch ausfahrendes Fahrzeug
  • Belastung der Einsatzkleidung durch Schadstoffen der Fahrzeugabgase
  • Umziehen in unbeheizter Umgebung
  • Es ist keine Trennung von Einsatzkleidung und Privatkleidung möglich
  • Es gibt keine Wasch- oder Duschmöglichkeit

Dazu kommen noch bauliche Probleme:

  • Das Feuerwehrhaus ist Baujahr 1972
  • Reparaturen an Dach, Toren, Boden sind in den nächsten Jahren notwendig, die Instandsetzung der Hoffläche ist jetzt schon notwendig
  • Es gibt keinerlei Wärmedämmung
  • Die Heizung ist unzureichend (Nachtspeicherofen)
  • Der Schulungsraum ist zu klein (26qm)
  • Es gibt keinen Raum für die Jugendfeuerwehr
  • Eine Übungsfläche vor dem Feuerwehrgerätehaus ist nicht vorhanden
  • Es gibt keine Parkmöglichkeit für anrückende Einsatzkräfte

Nachdem bereits in den Jahren 2000/2001 erste Gespräche der Feuerwehr mit Vertretern der Stadt und den politischen Parteien stattgefunden hatten, wurde aus nicht nachvollziehbaren Gründen der Dialog damals nicht fortgesetzt.
Seit Ende 2008 fanden intensive Gespräche der Feuerwehr Schwickershausen mit den Stadtbrandinspektoren und der Verwaltung der Stadt Bad Camberg statt, um eine Lösung für die Feuerwehr in Schwickershausen zu finden. Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten schied eine Sanierung oder ein Umbau des bestehenden Gebäudes aus und es musste ein Neubau geplant werden. Das Ergebnis der Untersuchung möglicher Standorte war das Gelände am Hartweg in der Nähe des Sportplatzes, das sich dieses im Besitz der Stadt befindet.

Um die politischen Gremien der Stadt von der Notwendigkeit eines Neubaus zu überzeugen, wurden in 2010 alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung in Vor-Ort-Terminen über die Situation am und im Feuerwehrhaus Schwickershausen ausführlich informiert. Von Anfang an befürwortete der Wehrführerausschuss der Feuerwehren der Stadt Bad Camberg den Erhalt der Feuerwehren in allen Stadtteilen, wie es im Bedarfs-und Entwicklungsplan für die Feuerwehr der Stadt Bad Camberg festgeschrieben ist. Nur so ist die Einhaltung der Hilfeleistungsfristen und der Bestand an Einsatzkräften in der Gesamtstadt möglich. Ohne einen Neubau in Schwickershausen würde die dortige Einsatzabteilung geschlossen und damit auch der Feuerwehrverein, der wichtige kulturtragende Aufgaben in der Dorfgemeinschaft erfüllt, nicht zuletzt durch eine erfolgreiche Jugendarbeit.
Im September 2010 stellte die Stadt Bad Camberg über den Landkreis Limburg-Weilburg beim Hessischen Ministerium des Innern und für Sport einen Zuwendungsantrag für den Neubau des Feuerwehrhauses.
Nachdem die im Haushalt 2013 beantragten Planungskosten für den Neubau überraschend von den Stadtverordneten wieder gestrichen wurden, folgten erneut intensive Gespräche und Vor-Ort-termine mit den politischen Gremien und den Fraktionen. Wieder wurde die Notwendigkeit aller Stadtteilwehren und die Finanzierung der Feuerwehren in Frage gestellt. Mit dem Haushalt 2014 wurden die Planungskosten endlich genehmigt und die Planung konnte beginnen. Die Baukosten wurden im Investitionsplan für die Jahre 2015 – 2017 vorgesehen. Die Feuerwehren der Stadt stimmten zu, während der Bauphase des Neubaus die eigentlich anstehende Ersatzbeschaffung von 2 Feuerwehrfahrzeugen auszusetzen und die Feuerwehr Schwickershausen strebt an, Eigenleistungen in Höhe von 50.000 € in den Neubau einzubringen.

Um Baurecht für das vorgesehene Grundstück zu erlangen wurde im 2. Halbjahr 2014 der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan beschlossen.

Im Juli 2015 erhielt die Stadt den Zuwendungsbescheid des Landes Hessen für den Neubau.

Im Mai 2016 wurde der Bauantrag gestellt, im August erging die Baugenehmigung.

„Eine neue Freundschaft“

Das Zwillingsgebäude in Niederense oder Planung am bereits stehenden Gebäude

Auf der Suche nach Beispielen für Feuerwehrhäuser in vergleichbarer Größe und Möglichkeiten, Kosten zu sparen, wurde Anfang 2016 das Feuerwehrhaus in Ense-Niederense, Nordrhein-Westfalen, entdeckt.
Nachdem die dortige Architektin, Frau Fleißig, Bereitschaft zeigte, mit der Stadt Bad Camberg zusammenzuarbeiten, stand schnell fest, dass auf Basis dieser Pläne das neue Feuerwehrhaus in Schwickershausen gebaut werden wird. Die Feuerwehr nahm mit den Kameraden aus Niederense Kontakt auf und es kam zur

Besichtigung des „Zwillings-Feuerwehrhauses“.

Zum „Zwillingsbesuch“ rückte ein Teil der FF Schwickershausen nach Niederense, NRW, in der Nähe der Möhnetalsperre aus.
So eine Gelegenheit gibt es nicht oft. Während die Neubauplanung des Feuerwehrhauses Schwickershausen in vollem Gange ist, nutzte ein Teil des Vorstands der FF Schwickerhausen, die Stadtbrandinspektoren und Ordnungsamtsleitung die einmalige Möglichkeit, das vom beauftragten Architektenbüro Fleißig bereits realisierte ‚Zwillingsgebäude‘  in Niederense  zu besichtigen.
Man traf sich also an einem Samstagmittag mit den ortsansässigen Kameraden, die die Bauphase schon länger erfolgreich vollendet haben.
Nach einem ausführlichen Rundgang berichtete die Löschgruppe Niederense mit einer Fotopräsentation im Detail, wie mit viel Engagement und beachtlicher Eigenleistung das Bauprojekt im Rahmen des geplanten Budgets realisiert wurde. Die Möglichkeit, die Vorteile des optimal geplanten Feuerwehrhauses in Betrieb zu sehen und sich über Herausforderungen beim Bau zu informieren, wurde ausgiebig genutzt und enthusiastisch über die Detailplanung in Schwickershausen diskutiert. Die Bad Camberger Kameraden zeigten sich im Besonderen von der nutzenorientiert optimierten Einrichtung und der somit höheren Einsatzeffizienz der Niederenser Wehr beeindruckt.
Am Abend wurde die Gelegenheit zur Kameradschaftspflege der räumlich doch weiter entfernten Wehren genutzt und ein Wiedersehen zur Einweihung des Schwickershäuser Feuerwehrhauses fest ins Auge gefasst.
Im Rahmen des Besuches übergab Frau Fleißig, die Architektin, die Baupläne des Feuerwehrhauses Schwickershausen an Frau Niehörster, Leiterin des Ordnungsamtes Bad Camberg.

Der Gegenbesuch der Löschgruppe Niederense erfolgte dann überraschend schnell zum Grillfest 2016. Die Kameraden aus Ense hatten das erste Teil zum Neubau in Schwickershausen mit: „Das Bauschild“.

Das gesamte Jahr 2016 war von intensiven Planungsgesprächen der Feuerwehr mit dem Stadtbauamt, der Architektin und Fachplanern geprägt. Frühzeitig wurden die Anforderungen der zuständigen Berufsgenossenschaft, der Unfallkasse Hessen, in die Bauplanung aufgenommen. Der Plan aus Niederense wurde lediglich im Bereich der Umkleide- und Sanitärräume auf die Notwendigkeiten in Schwickershausen angepasst. Bereits in dieser wichtigen Planungsphase brachte die FF Schwickershausen mit der Konkretisierung der Anforderungen, der Entwicklung von Ideen und Lösungen und Einholung von Angeboten eine erhebliche Anzahl Stunden Eigenleistung in die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Stadtbauamt und der Architektin ein.

„Der Startschuss“  -  Spatenstich

Was für ein perfektes Timing! Bei bestem Spätsommerwetter, strahlend blauem Himmel, findet am Montag der Quetschemess, 12.09.2016, der Spatenstich zu unserem Neubau statt. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung versuchten, von links,  Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schaus, Ortsvorsteher Burkhard Becker, 1. Stv. Stadtbrandinspektor Alexander Rembser, Bürgermeister Wolfgang Erk, Planerin vom Stadtbauamt Bärbel Stillger, Leiterin vom Ordnungsamt Heike Niehörster, Architektin Luzia Fleißig, Wehführer Heinz-Josef Ost und Stv. Wehrführer Benjamin Gerullat die Spaten in die sehr trockene und feste Erde zu stechen. Im Hintergrund das Bauschild, ein Geschenk der Kameraden der Löschgruppe Niederense. Zu diesem Anlass wird auch Bauleiter Marcellus Schönherr vorgestellt. Und zum ersten und sicher nicht zum letzten Mal wird mit gutem Bier aus Franken auf das gute Gelingen angestoßen, bevor es dann zum Haspel-Essen auf den Frühschoppen der Quetschemess geht.

„Jetzt geht’s los…. Endlich!“

Am 09.11.2016 geht es dann endlich los! Der Bagger rückt an und fängt mit dem Aushub an. Da es keinen Keller gibt, muss das nach 2 Seiten abfallende Gelände ausgeglichen werden. Auf die verdichtete Schotterschicht wird auch gleich mit der Bodenplatte begonnen. Vor dem Betonieren wird die Industrieflächenheizung der Fahrzeughalle eingebaut. Vor Weihnachten und dem ersten Frost kann die Bodenplatte fertiggestellt und die Baustelle winterfest gemacht werden.

09.11.2016: Der Aushub beginnt!

12.11.2016: Sauberkeitsschicht

04.12.2016: Winterschlaf

04.12.2016: Industrieflächenheizung

Folge uns
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Datenschutzerklärung