Alarmierung

Wie wird die Feuerwehr alarmiert?
Noch während ein Anrufer über "112" bei der Rettungsleitstelle einen Notruf absetzt, gibt der Disponent die Schadenmeldung in einen Computer ein. Hier ist hinterlegt, je nach Einsatzort, Tageszeit und Schadenereignis, welche Feuerwehren mit wie vielen Einsatzkräften alarmiert werden müssen. Über Funk werden dann automatisch die Alarmschleifen ausgelöst. Bei uns wird über die so genannte "Stille Alarmierung" alarmiert. Man unterscheidet bei der Feuerwehr zwei Möglichkeiten der Alarmierung: Alarmierung über Sirene und die sogenannte stille Alarmierung über Funkmeldeempfänger.

In den Feuerwehren der Stadt Bad Camberg gibt es bereits seit Jahren in keinem Stadtteil mehr Alarmierungen über Sirene, da jeder aktive Feuerwehrangehörige einen Funkmeldeempfänger besitzt. Hierüber bietet sich die Möglichkeiten durch sogenannte Alarmierungsschleifen je nach Einsatzstichwort nur einen Teil aller aktiven Feuerwehrfrauen und -männer über den Alarm zu informieren. Bei den Feuerwehren der Stadt Bad Camberg  gibt es hierbei zum Beispiel folgende Alarmierungsschleifen:

Führung der Feuerwehren  1 Schleife 
Abteilung Bad Camberg 4 Schleifen
Abteilung Erbach 3 Schleifen
Abteilung Oberselters 1 Schleife
Abteilung Dombach 1 Schleife
Abteilung Schwickershausen 1 Schleife 
Abteilung Würges 1 Schleife

Die Entscheidung welche Schleife alarmiert wird und welche Fahrzeuge ausrücken wird dabei auf Basis der Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) getroffen. Diese ist nur für angemeldete Benutzer einsehbar.

Als Funkmeldeempfänger kommen Geräte unterschiedlicher Hersteller und Generationen zum Einsatz. Angefangen beim Bosch FME 84 bis zu neueren Geräten der Baureihe Quattro von Swissphone. In Hessen wird aktuell ein analoges Funknetz betrieben. Es ist jedoch eine Umstellung auf ein digitales System namens TETRA geplant.

Bei der analogen Alarmierungstechnik sendet ein Alarmgeber, in der Regel von der Leitstelle aus welche die Notrufe entgegen nimmt, eine sogenannte 5-Tonfolge. Alle Funmeldeempfänger überprüfen jede empfangene 5-Tonfolge ob diese mit den eingespeicherten übereinstimmt. Bei einer gültigen Übereinstimmung wird mittels akustischer und heutzutage auch über eine optische Meldung sowie über einen Vibrationsalarm der Feuerwehrangehörige auf den Einsatz hingewiesen.

Weitere Informationen finden Sie bei Wikipedia unter Alarm.

Die Fahrt zum Feuerwehrhaus

Alarm für die Feuerwehren Bad Camberg... Im Stadtgebiet oder den Stadtteilen lösen sämtliche Funkmeldeempfänger aus. Die Feuerwehrleute eilen zum Gerätehaus, rüsten sich mit ihrer Einsatzkleidung aus und rücken ab zum Einsatzort. Doch meist ist der Weg zum Gerätehaus nicht der Einfachste. Da alle Feuerwehrkameraden mit dem Privatauto zum Gerätehaus fahren und somit noch in „zivil“ unterwegs sind, ist es für Außenstehende schwierig zu erkennen, dass es sich um einen Feuerwehrmann auf dem Weg zu einem Einsatz handelt.

Aus diesem Grund besitzen die meisten Kameraden einen so genannten „Dachaufsetzer“. Die mit Warnfarben versehnen Dachausetzer sind magnetisch und werden auf dem Dach oder der Motorhaube angebracht. Gesetzlich ist ganz klar festgelegt, dass diese Dachaufsetzer kein Ersatz für Blaulicht und Martinshorn sind. Der Fahrer des Fahrzeuges kann somit nicht das Wegerecht nach § 38 StVO in Anspruch nehmen.

Falls Sie einmal in die Lage kommen, ein solches Fahrzeug zu sehen, können Sie durchaus helfen. Gewähren Sie freiwillig die Vorfahrt oder machen Sie dem Fahrzeug auf andere Art und Weise Platz. Wichtig ist hierbei, dass Sie immer an Ihre und an die Sicherheit anderer Denken. Also immer den Blinker setzen oder falls Sie als Fußgänger oder Radfahrer unterwegs sind, machen sie mit deutlichen Handzeichen auf Sie aufmerksam.

Sie sind gesetzlich natürlich nicht dazu verpflichtet Platz zu machen, aber es könnte ja durchaus sein, das wir gerade auf dem Weg zu Ihnen nach Hause sind… Wollen Sie dann nicht, dass wir dort schnellstmöglich ankommen
Allerdings haben wir kein Wegerecht, das heißt, Sie müssen uns nicht die Vorfahrt gewähren (Dies gilt nur bei eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn).


Die Fahrt zur Einsatzstelle

Im Feuerwehrhaus angekommen, ziehen wir unsere persönliche Schutzausrüstung an. Dazu gehören Einsatzhose, Jacke, Stiefel, Helm und Handschuhe. Während wir uns umziehen, bekommen wir über Funk die ersten Informationen durch, was passiert ist und wo der Einsatzort ist. Anhand der Ausrückeordnung wissen wir jetzt auch, welche Fahrzeuge zu besetzen sind.
Auf der Fahrt im Feuerwehrfahrzeug zum Einsatzort legen wir eventuell zusätzliche Schutzausrüstungen an. So werden sich einige Kameraden bei einem Brand mit Atemschutzgeräten ausrüsten. In der Regel fahren wir jetzt auch mit Blaulicht und Einsatzhorn, dies wird durch den § 38 Abs. 1 StVO angeordnet.

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