Text: Helmut Thies / Bilder: Unfall: Sabine Flecks Taube: FF Bad Camberg

Drei PKWs zerstört
Zwei weitere Autos fahren in die Trümmer
Ein Stau von mehreren Kilometern

Am Sonntagvormittag geben 09:45 Uhr wurde die Feuerwehr Bad Camberg zu einem Unfall auf die Autobahn A3 in Fahrtrichtung Köln alarmiert. Drei Personenkraftwagen waren miteinander kollidiert und standen dicht gedrängt auf der Fahrbahn. Zwei weitere Fahrzeuge wurden beschädigt, als sie in die weit verstreuten Trümmer des Unfalls fuhren.

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Bilder & Text von Helmut Thies

Beim Rangieren auf einem Speditionsgelände wurde die Ladung eines mit Gefahrenstoffen beladenen LKW verschoben und teilweise undicht. Ein auf der Ladefläche befindlicher Mitarbeiter erlitt dabei schwere Verletzungen.
Dies war der Inhalt der Notrufmeldung.
Ein Vorbereitungsteam hatte das Szenario erarbeitet und realistisch dargestellt. Dämpfe drangen aus dem Fahrzeug und echt wirkende Ladungsteile sowie ein Dummy waren auf dem Laster vorzufinden.
Bei diesem Lagebild entschloss sich die Einsatzleitung, die Feuerwehr Idstein mit zu alarmieren, besonders im Hinblick auf die Tageseinsatzstärke eine reale Entscheidung.

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Viele Mitbürger möchten der Einsatzabteilung nicht beitreten aber die Feuerwehr ideell oder materiell unterstützen. Daher bietet sich hier die Möglichkeit, dem Feuerwehrverein passiv oder als förderndes Mitglied beizutreten. Nicht selten sind die Passiven als Helfer bei Vereinsaktivitäten eingeteilt und tragen so zum Gelingen bei. Durch die Beiträge der passiven und fördernden Mitglieder können wichtige Beschaffungen durchgeführt und damit die Schlagkraft deutlich gesteigert werden.

Zur Unterstützung des Brandschutzes und um den ehrenamtlichen Feuerwehrkräften einen gesellschaftlichen Rahmen zu geben, wurden privatrechtliche Feuerwehrvereine gegründet. Für die Einsatzabteilung der Feuerwehren Bad Camberg bestehen sechs Vereine.
Diese nehmen keine operativen Einsatzaufgaben wahr, fördern jedoch das Feuerwehrwesen durch:

  • Finanzielle Unterstützung der kommunalen Feuerwehr im Bereich hilfreicher nützlicher, aber nicht zwingend erforderlicher Ausstattung.
  • Förderung der Gemeinschaft der ehrenamtlichen Angehörigen der kommunalen Feuerwehr durch die Organisation und Trägerschaft von Festveranstaltungen, Ausflügen u.ä.
  • Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung für die kommunale Feuerwehr

Die Finanzierung dieser Aufgaben wird ermöglicht durch Spenden und durch Erlöse aus Veranstaltungen.

 

KatS-Zug 5 LM

Unwetter, Waldbrände, Hochwasser, Stromausfälle, das Spektrum der Notfälle wächst und die Häufigkeit   der Ereignisse steigt derzeit nicht zuletzt infolge des Klimawandels enorm an. In vielen Fällen reicht das Potential der heimischen Einsatzkräfte nicht mehr aus, sei es wegen der Größe der betroffenen Regionen oder der lang andauernden Einsätze. Daher wurde ein Netz von überörtlichen Einheiten geschaffen, die im Bedarfsfall in andere Bundesländer und auch ins Ausland ausrücken und vor Ort Unterstützung gewähren.

Das Konzept ist nicht ganz neu, denn bereits 1960 verpflichteten sich 18 Camberger Feuerwehrleute zur Mitarbeit im Katastrophenschutz, der damals allerdings zu Zeiten des „kalten Krieges“ aus anderen Beweggründen vom Bund installiert wurde.

Für überörtliche Hilfeleistungseinsätze unterhalten die hessischen Städte und Gemeinden jeweils einen Katastrophenschutzzug. Das Innenministerium gewährt den Kommunen zur Ausstattung dieser Züge eine erhöhte Förderung für ein Löschfahrzeug LF 10 KatS (Katastrophenschutz) Kürzlich erhielt die Feuerwehr Erbach ein solches Fahrzeug, welches jetzt das Rückgrat des Katastrophenschutzzuges darstellt. In Bad Camberg erfüllt dieser Zug eine weitere Aufgabe: Die Ausbildung der jungen Einsatzkräfte zur Vorbereitung auf die abschließende Prüfung der Grundausbildung (Truppmann Teil 2) Die Ausbildung im Bad Camberger Zug umfasst zum Einen die Lehrinhalte für die Truppmannausbildung, zum Anderen Exkursionen und nicht alltägliche Übungsthemen, welche den Gemeinsinn fördern. So wurden in den letzten Jahren Drei-Tagesübungen u.a.in Worms, Daaden und in der Partnerstadt Bad Sulza durchgeführt. Gemeinsam mit den ortsansässigen Wehren fanden Objektübungen statt. Eine Teileinheit des Zuges war mehrere Tage beim Elbehochwasser in Dresden eingesetzt. Hessische Einheiten versorgten in Nordrhein-Westfalen und in Slowenien die Bevölkerungen mit Strom, nachdem Eisbildung die Strommasten in den betroffenen Gebieten zum Umfallen gebracht hatte. Die Mannschaft des Zuges setzt sich zum Teil aus langjährigen Aktiven, die Spaß an der Sache haben und die trotz Wegfall der Wehrpflicht und der alternativen Freistellung vom Wehrdienst sich weiterhin dem Katastrophenschutz verpflichtet fühlen zusammen und andererseits aus den in der Truppmannausbildung befindlichen jungen Aktiven aller Stadtteilwehren.

Bei Übungen werden die Einsatzfahrzeuge aus gemischten Besatzungen aus allen Wehren gebildet, damit im Einsatzfall in gleicher Weise verfahren werden kann. Jährlich einmal übt der Zug mit der befreundeten Feuerwehr Frankfurt-Enkheim und es findet als Highlight die erwähnte Drei-Tagesübung statt. So wird die Orientierung auf unbekanntem Terrain und die Zusammenarbeit mit fremden Katastrophenschutzeinheiten trainiert.

Ohne Übertreibung kann gesagt werden, dass der Bad Camberger Zug seinen weiblichen und männlichen Aktiven attraktive und realistische Bedingungen bietet und auch die Gemeinschaft bestens funktioniert.


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