Bilder & Text von Helmut Thies

Ein Scheunenbrand, dessen Bekämpfung offensichtlich ungeordnet verlief, war Anlass für die Stadt Camberg, eine freiwillige Feuerwehr dem damaligen Zeitgeist folgend zu gründen. Brandschutzmaßnahmen gab es bereits zuvor, denn die heute noch vorhandenen Handdruckspritzen sind älteren Datums. Der heimische Arzt Dr. Gisbert Fluck wurde zum Kommandanten berufen und leitete die Wehr erfolgreich neun Jahre.


So ähnlich hat es in den Gründerjahren ausgesehen: Spritzenmannschaft und Handdruckspritze in der Camberger Altstadt.

1933 wurde die erste Motorspritze, eine TS 8 Magirus von der Stadt beschafft und der Feuerwehrverein steuerte einen gebrauchten, offenen Benz-PKW als Mannschafts-und Zugfahrzeug bei. In den Kriegsjahren sind viele Aktive eingezogen worden und 1945, als die erste Übung danach anstand, fanden sich nur wenige Aktive ein und es stand eine dürftige Ausrüstung zur Verfügung.
Langsam kam der Dienstbetrieb wieder in Gang, nach einem gebrauchten Mannschaftstransporter von der Frankfurter Polizei konnte 1959 ein fabrikneues LF 8-TS in Dienst gestellt werden, das dann ein Jahr später in ein größeres Gerätehaus einzog.

 
Die Camberger Feuerwehr erhielt das erste LF8 auf einem Transporter Mercedes 319. Das neuartige Fahrzeug stand vor seiner Auslieferung auf der IAA in Frankfurt.

Damit hatte die Moderne begonnen. Zwei Jahre später verpflichteten sich Kameraden zur Mitarbeit im Katastrophenschutz und der Bund stationierte zwei Fahrzeuge in Camberg. Diese entlasteten über lange Jahre den Stadtsäckel. Ende der 80-er Jahre wurden diese ersetzt und auch die kommunalen Fahrzeuge erneuert.
Das heutige Feuerwehrhaus wurde 1988 begonnen und ist bereits erweitert worden.


Feuerwehrhaus und Fuhrpark heute

Als Teil der Gesamtwehr Bad Camberg mit insgesamt sechs Wehren präsentiert sie sich in ihrem 120. Jahr als zentrale Einrichtung mit Atemschutzwerkstatt, Schlauchpflege und Kleiderkammer mit eigener Schutzkleidungspflege. Das Aufgabenspektrum umfasst neben den bekannten Tätigkeiten auch Einsätze auf der Bundesautobahn A3 mit Gefahrgutkomponente und die Zuständigkeit für die ICE- Strecke Köln-Frankfurt. Im Stadtgebiet befinden sich zwei Reha-Kliniken und das Gewerbegebiet wird erweitert, ein Hochregallager mit Produktion ist in Planung.
Neben den Einsatz-, Alters- und Jugenfeuerwehrabteilungen ist die Gründung einer Kinderfeuerwehr für 2018 beabsichtigt.

Folge uns
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Datenschutzerklärung Zustimmung