Bilder & Text von Helmut Thies

Christian Kunz zum stellvertretenden Stadtbrandinspektor gewählt

Die gemeinsame Jahreshauptversammlung der Bad Camberger Feuerwehren fand am vergangenen Samstag im Bürgerhaus-Kurhaus statt. Es gab wieder eine Doppelveranstaltung: Im Anschluss an die Dienstversammlung wurde den Aktiven und ihren Partnerinnen und Partnern ein bunter Abend geboten. Das Kurhaus war prächtig dekoriert, verantwortlich war ein Team um Alexander Rembser und Eileen Meyer.
Stadtbrandinspektor Richard Burbach konnte neben den Aktiven der Wehren und den Mitgliedern der Ehren- und Altersabteilungen Vertreter der heimischen Politik sowie Führungskräfte der Feuerwehren auf Kreisebene willkommen heißen.

Aus den Berichten der einzelnen Bereiche ging hervor, dass die Gesamteinsatzzahl mit 280 über der des Vorjahres lag (262).Dabei gab es weniger Brandeinsätze, aber die Fehlalarme sind gestiegen .Der Zeitaufwand zur Einsatzabwicklung betrug 5.819 Stunden und lag damit rund 300 unter dem Vorjahr, das deutet u.a. darauf hin, dass tagsüber weniger Einsatzkräfte ausrücken können.
Die Anzahl der Einsatzkräfte ist mit 22 Frauen und 149 Männern nahezu konstant geblieben, der Ehren- und Altersabteilung gehören 59 Männer an, es sind vier Kameraden verstorben.
In der Jugendfeuerwehr engagieren sich insgesamt 70 Jugendliche. Auch hier stabilisierte sich die Anzahl. Fünf Kinder aus der Kinderfeuerwehr sind aufgerückt und sechs Jugendliche in die Einsatzabteilung aufgestiegen. Rund 15 kamen neu hinzu und die gleiche Anzahl verließ die Jugendfeuerwehr.

In den derzeit drei Kinderfeuerwehren in Würges, Erbach und Oberselters machen derzeit 52 Kinder mit. In der Kernstadt wird in Kürze die vierte Kinderfeuerwehr gegründet. Die Kinder werden mit viel Spiel und Spaß an das Thema Feuerwehr herangeführt.
Im Katastrophenschutz- und Ausbildungszug der Stadt Bad Camberg sind 39 Aktive gelistet. Der Zug dient dazu, bei Schadensereignissen größeren Ausmaßes auch überregional auszurücken. Gleichzeitig werden die Ausbildungsthemen zur Erlangung der Ausbildungsstufe „Truppmann Teil 2“ den jungen Feuerwehrleuten vermittelt.

Die Mitarbeiter der Brandschutzerziehung besuchten neun Kindergärten bzw. Vorschulklassen, vier Grundschulen und betreuten zudem die vorgeschriebenen Räumungsübungen in diesen Einrichtungen. Die Mitarbeiterinnen wurden ebenfalls geschult, z.B. im Umgang mit Feuerlöschern.
Ohne die Mitarbeit der Ehren-und Altersabteilung aus der Kernstadt wäre das Pensum nicht zu bewältigen. Hier besteht für altersmäßig nicht mehr im Einsatz Tätige die Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Kenntnisse erfolgreich weiterzugeben.

Christian Kunz neuer stellvertretender Stadtbrandinspektor

Der bisherige zweite stellvertretende Stadtbrandinspektor Jochen Heinze kann das Amt aus beruflichen Gründen nicht mehr ausüben und tritt zurück. Zum Nachfolger wurde Christian Kunz gewählt. Kunz verfügt über die erforderlichen Lehrgänge an der Hessischen Landesfeuerwehrschule, fungiert als Zugführer des Camberger Katastrophenschutz-Löschzugs und ist anerkannter Fachmann. Vorteil für die Tageseinsatzstärke: Er ist überwiegend in Bad Camberg beruflich tätig.

Satzung wird geändert

Bedingt durch die Gründung der mittlerweile vierten Kinderfeuerwehr muss die städtische Feuerwehrsatzung dahin gehend geändert werden. Aus diesen Grund wurde sie gesamtinhaltlich aktualisiert und liegt den politischen Gremien zur Beschlussfassung vor, berichteten Richard Burbach und Jochen Heinze.

Die Gäste richteten ihre Grußworte eingangs des Bunten Abends und nach der Anmoderation durch den Stadtbrandinspektor an die versammelten Feuerwehrleute und ihre Begleitungen.
Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schaus führte aus, dass dieser Abend Gelegenheit bietet, miteinander ins Gespräch zu kommen Er überbrachte den Dank der Stadtverordneten „Wir wissen, was wir an Euch haben“ konstatierte er und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die erfolgreiche Arbeit weiter geht, wenn die Feuerwehren auch permanent gefordert sind. Er setzt auf die Kinder- und Jugendfeuerwehr aus Zukunftsträger und freut sich, dass die Feuerwehr Erbach in die Presche gesprungen ist und 2018 das Jugendfeuerwehrzeltlager des Landkreises ausrichtet.

Bürgermeister Jens-Peter Vogel berichtete von positiven politischen Entwicklungen in Hinblick auf die Feuerwehr und meinte, dass kontroverse Diskussionen nicht mehr erforderlich seien. Als kleines Dankeschön erhalten die Aktiven freien Eintritt in die städtischen Bäder.

Tageseinsatzstärke gefährdet

Kopfzerbrechen bereitet dem Bürgermeister die Tageseinsatzstärke; bedingt durch die Nähe zum Rhein-Maingebiet arbeiten die meisten Einsatzkräfte nicht vor Ort und fehlen im Einsatzfall.
Sein Dank geht auch an die Partnerinnen und Partner der Aktiven, die wegen derer Tätigkeit oft und lange alleine zuhause sitzen und an das Ordnungsamt mit seiner Leiterin Heike Niehörster, die das Bindeglied zwischen Feuerwehr und Stadtverwaltung bildet.

Für die SPD unterstrich Mirco Liefke, dass die Unterstützung der Wehren stets einen Grundpfeiler ihrer Politik darstellt. Er stellte heraus, dass für seine Partei selbstverständlich ist, die Aktiven im Hinblick auf die zu leistende Arbeit mit dem bestmöglichen Material auszustatten.
CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Rühl bedankte sich für die Einladung und stellte die bemerkenswerte Leistung der Feuerwehr heraus. Nach einem in der Vergangenheit angespannten Verhältnis hat sich ein konstruktiver Dialog zwischen seiner Partei und der Feuerwehrführung entwickelt, berichtete er. Mittlerweile finden regelmäßige gemeinsame Treffen statt. Er dankte der Einsatzabteilung und wünschte einen schönen Abend.

Der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung führte aus, dass die Bundesautobahn A 3 im Streckenabschnitt unseres Landkreises eine traurige Berühmtheit erlangt hat, da sie fast täglich in den Verkehrsnachrichten auftaucht. Die Anliegerfeuerwehren sind hier in besonderem Maße gefordert. Auch er bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement.

Die Anerkennungsprämien des Landes Hessen für langjährig Engagierte wurden durch Herrn Bürgermeister Vogel überreicht, die Brandschutzehrenzeichen durch Herrn Ersten Kreisbeigeordneten Jung.
Verbandsehrungen erfolgten durch den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Thomas Schmidt und die beiden stellvertretenden Kreisjugendwarte Holger Jung und Maurice Kahlheber zeichneten die in der Jugendarbeit engagierten Aktiven aus.

Ehrenmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr Bronze

  • Peter Trost
  • Karsten Hense
  • Patrick Lewalter
  • Roland Hofmann

Ehrenmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr Silber

  • Jennifer Borsch
  • Benjamin Gerullat
  • Marius Meister
  • Anna Falck

Ehrenmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr Gold

  • Christian Kunz
  • Hans Becker
     

Brandschutzehrenzeichen in Gold (40 Jahre aktiver Dienst)

  • Karl Heinz Gregori

Katastrophenschutz - Medaille in Bronze

  • Christian Conin
  • Marc Hillingshäuser
  • Benjamin Gerrulat
  • Jennifer Borsch

Ehrenmedaille NFV Gold

  • Roland Schmidt

KFV Medaille Bronze

  • Thomas Meffert
   
 Anerkennungsprämie    

10 Jahre

  • Jennifer Borsch
  • Thilo Bös
  • Anna Franziska Falck
  • Daniel Roos
  • Andreas Schmitter
  • Christian Scholz
  • Kevin Uhmann

 20 Jahre

  • Thomas Thies

30 Jahre

  • Alexander Held
  • Markus Ickenroth
  • Carlo Schmidt
 

40 Jahre

  • Michael Bochenko
  • Karl-Heinz Gregori
  • Jürgen Schmidt

 

Der Abend klang mit einem gemütlichen Beisammensein aus.

Christian Kunz wurde zum Zweiten Stellvertretenden Stadtbrandinspektor gewählt

Die Führungsmannschaft v.l. Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schaus, 1.Stv. SBI Alexander Rembser, SBI Richard Burbach, Bürgermeister Jens-Peter Vogel, 2. Stv. SBI Christian Kunz, sein Vorgänger Jochen Heinze

Über Auszeichnungen durften sich eine hohe Anzahl Aktiver freuen

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